
SCHATTENWALD (DedTu9)
Hip Hop + rap

SCHATTENWALD (DedTu9)
Hip Hop + rap
Lyrics
Titel: "SCHATTENWALD"
Intro
(Geräusch von knackenden Ästen, tiefer Windzug)
Tief im Dickicht.
Hörst du das?
Die Stille spricht.
Ganz allein.
Part 1
Der Nebel kriecht am Boden, die Sicht ist fast bei Null,
Der Wald ist wie ein Tempel, die Luft ist voller Groll.
Die alten Eichen flüstern, sie kennen mein Gesicht,
Hier drinnen zwischen Stämmen gibt es kein Sonnenlicht.
Jeder Schritt auf Moos, kein Geräusch dringt nach draußen,
Ich höre nur mein Herz und das ferne Windesbrausen.
Die Zivilisation ist meilenweit entfernt,
Ich hab' das Überleben in der Einsamkeit gelernt.
Ich bin kein Teil der Masse, ich bin ein Teil der Erde,
Ich warte auf die Nacht, bis ich zum Schatten werde.
Die Wölfe fangen an zu heulen, ein Chor aus der Ferne,
Über mir das Dach aus Blättern, keine Sicht auf Sterne.
Die Wurzeln greifen nach mir, sie halten mich fest,
Der Wald ist mein Zuhause, mein einsames Nest.
Ich brauche kein Gold, ich brauche nur den Grund,
Ich bleibe hier im Dunkeln, ich halte meinen Mund.
Hook (Mystisch, langsam und schwer)
Der Wald atmet tief, das Dunkel ist wach,
Wir wandern im Schatten, unter dem Blätterdach.
Kein Weg führt zurück, kein Licht in der Ferne,
Wir folgen dem Pfad ohne Mond, ohne Sterne.
Hörst du den Ruf? Die Erde ist schwer,
Hier im Revier gibt es keine Menschen mehr.
Part 2
Moos auf der Haut und der Geruch von feuchtem Holz,
Hier zählt keine Gier und hier zählt kein falscher Stolz.
Die Zeit steht hier still, zwischen Farnen und Moos,
Die Welt da draußen ist laut, doch hier bin ich sie los.
Ich sehe die Augen, die im Gebüsch hell leuchten,
Ich gehöre zu den Jägern, nicht zu den Verscheuchten.
Die Rinde meiner Seele ist hart und voller Narben,
Ich trage in der Brust die vergessenen Farben.
Kein Netz, kein Signal, nur der Herzschlag der Natur,
Ich folge im Schlamm einer uralten Spur.
Was gestern noch wichtig war, ist heute völlig leer,
Ich atme die Freiheit, ich fühle mich nicht mehr schwer.
Wenn die Sonne am Morgen den Horizont berührt,
Hat der Wald meine Seele schon längst entführt.
Ich bleibe ein Geist, ein Schatten im Tann,
Komm such mich doch, wenn du mich finden kann!
Outro
(Langsames Trommeln, das leiser wird)
Nur das Holz.
Nur die Erde.
Vergessen.
Tief... tiefer... weg.
