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Poste wat, dat aneckt sacht

1920er Jahre Berliner Kabarett mit Charleston- und Foxtrott-Rhythmus. Verspielter, satirischer Ton mit Klavier, Kontrabass, Klarinette, Trompete und Besen-Schlagzeug. Im Stil von Claire Waldoff oder Otto Reutter. Tanzbar, frech, gesellschaftskritisch, mit Berliner Schnauze und musikalischem Schwung.

SCHNULZEN-SCHREIBER·1:55

Lyrics

Intro

Tatü Tata – die Polizei is’ da,

Mach dich leise – sonst kriegste Ärger, wa?

Strophe 1

Früh um vier, da klopft es hart,

Uniform, Gewehr – schön auf die Art.

Gestern noch’n Witz vertellt,

Heute schon vom Staat bestellt.

’n kleiner Reim, ’n frecher Gag –

Und schon bist du der Staats-Dilettantenschreck!

Refrain

Tatü Tata – die Polizei is’ nah,

Sagste wat Falsches – zack, sind se da!

Meinung frei? Na ja, mal seh’n,

Solang se alle mit dir geh’n.

Strophe 2 – Digitales Zeitalter

Poste wat, dat aneckt sacht –

Und schon wird dein Account platt gemacht.

Still und leise, ohne Ton,

bist du weg – Algorithmus schon.

Kein Gericht, kein Rechtsbescheid –

Nur’n Bot, der sagt: „Du bist zu breit.“

Refrain

Tatü Tata – die Polizei is’ flott,

Für’n Kalauer kriegste’n Twitter-Pott.

Satire, Spott, ’n kleines Gedicht –

Schon steht de Justiz im Licht.

Bridge

Sie sagen, es dient dem Frieden bloß –

Doch wehe, dein Ton wird zu famos.

Doch ick halt nich' die Klappe, nee!

Denn Schweigen tut am meisten weh.

Finaler Refrain

Tatü Tata – die Polizei war da,

Doch ick sing weiter – is’ doch klar!

Denn solang noch ’ne Stimme klingt,

Wird keener hier vom Hof gejingt!

Outro

Tatü Tata – det Lied is’ aus,

Doch pass gut auf:

Sonst holen se dich nach Haus!

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