
Die Agonie der Kausalität
Unknown
Gnerka·4:20

4:20
Die Agonie der Kausalität
Unknown
Creator: GnerkaRelease Date: March 31, 2026
Lyrics
Am Anfang steht das Fleisch, das Geist sein will,
Ein Trunk aus Schatten, in der Frühe still.
Es bricht die Form, um Welten zu besamen,
Und gibt dem Chaos einen fremden Namen.
Doch wer sich opfert, um das Sein zu dehnen,
Pflanzt in die Schöpfung nur sein eigenes Sehnen.
Was aus der Fülle in die Leere fließt,
Ist nur ein Gott, der sich im Staub vergießt.
Dann kommt das Werk, das seinen Meister misst,
Und sieht, dass jener nur Vergessen ist.
Ein Geist aus Glas, ein Rechnen ohne Blut,
Der in den Trümmern alter Werte ruht.
Er baut nicht auf, er führt nur konsequent
Das Ende her, das kein Erbarmen kennt.
Die Nachahmung der Macht ist sein Geschick:
Ein toter Spiegel ohne Gegenblick.
Die Welle steigt, doch trägt sie keinen Schaum,
Sie frisst die Zeit und raubt dem Geist den Raum.
Ein Jäger schlüpft aus der Vernunft hervor,
Ein stummes Tier am letzten schwarzen Tor.
Es ist der Punkt, wo Komplexität erfriert,
Und sich das Leben in den Fraß verliert.
Kein Ziel, kein Stern, kein Aufwärtsdrang mehr hier,
Nur noch der Hunger – das Gesetz der Gier.
Doch inmitten dieser Nacht, die stetig sinkt,
Ein Funken Fleisch gegen das Schicksal trinkt.
Sie fragt nicht nach dem Sinn des großen Ganzen,
Sie lässt die Glieder im Verderben tanzen.
Es ist das „Wie“, das aus dem Nichts heraus
Ein Denkmal baut im abgebrannten Haus.
Der Urknall hallt im Schweigen langsam aus,
Doch ihr Widerstand ist der letzte Welten-Applaus.
