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Sumpf der Seele (Remix)

Unknown

Lively idol·3:11

Lyrics



(Intro)

Im Nebel flüstern Farne von vergess'nen Träumen,
Wo Glühwürmchen tanzen auf smaragdenen Säumen.
Ich, Priesterin der morastigen Mystik,
Tauche ein in diese flüssige Statistik.

Oh Sumpf, du Tintenfass der Schöpfung,
Wo Schatten Verstecken mit Sonnenstrahlen spielen,
In deinen Tiefen liegt die Erlösung,
Hier kann meine Seele endlich fühlen.

Zypressenknien beugen sich vor Urzeitschlamm,
Libellen walzen mit Mondschein, so mondän.
Im Amphibien-Orchester, da bin ich Dirigentin,
Von Reptilienzungen werd' ich zur Regentin.

In dieser Kathedrale aus schillerndem Grün,
Seh' ich Jahrtausende wie Sandkörner flieh'n.
Wurzeln und Schilf, sie malen die Zeit,
In einer Sanduhr aus Ewigkeit.

Oh Sumpf, du Tintenfass der Schöpfung,
Wo Nebel mit dem Mondlicht tanzen,
In deiner Stille find' ich Bedeutung,
Hier kann mein Herz sich neu ergänzen.

Moosige Manuskripte, von Federn geschrieben,
Erzählen Geschichten von denen, die blieben.
In brodelnden Kesseln des Lebens gekocht,
Von Waldhexa's Zauber durchwoben, durchflocht.

Hier löst sich Wirklichkeit wie Morgentau,
In Spiegeln aus Wasser, mal grün, mal blau.
Ich schwinge auf Lianen aus spanischem Moos,
Und fühle mich endlich grenzenlos.

Oh Sumpf, du Tintenfass der Schöpfung,
Wo Schilf und Wasser Geheimnisse hüten,
In deinem Dunst liegt die Verheißung,
Hier kann mein Geist sich neu erblühen.

In schlammigen Mausoleen flüstern alte Götter,
Ich lausche ihren Weisheiten, werde zum Spötter
Der trockenen Welt, die da draußen verweilt,
Während hier drinnen mein Herz endlich heilt.

Auf sumpfigen Schriftrollen lese ich Sagen,
Von Wandlung und Wiedergeburt in alten Tagen.
Im Basar der Brackwasser, da handle ich frei,
Mit der Währung der Vielfalt, bin endlich dabei.

Oh Sumpf, du Tintenfass der Schöpfung,
Wo Leben und Tod sich sanft berühren,
In deinem Schoß liegt die Verwandlung,
Hier kann ich mich selbst neu erspüren.

Jahrmillionen sickern durch schwammige Chronik,
Ich sauge sie auf, wie 'ne kosmische Tonik.
In diesem Reich, wo Logik versinkt,
Meine Fantasie endlich Flügel schwingt.

Hier gebären feuchte Firmamente
Sternbilder aus leuchtendem Plankton-Präsente.
In wirbelnden Strudeln sing' ich Krokodilslieder,
Finde in Ursuppen-Monologen mich wieder.

Oh Sumpf, du Tintenfass der Schöpfung,
Wo Träume in den Wassern schweben,
In deiner Tiefe liegt Verschmelzung,
Hier kann ich neu mein Selbst erleben.




(Outro)
(End Song)

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