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Zeit für Alles

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AtomicNeoclassical9554·5:44

Lyrics

Zeit für Alles

Vergänglichkeit tanzt auf Gräserspitzen,

Wo Menschentage wie Blumen sprießen.

Im Feld der Zeit, da blüht das Sein,

Doch ach, wie kurz mag's dauern, wie klein!

Wir sind nur Gras im kosmischen Gewand,

Ein Hauch, ein Traum am Ewigkeitsstrand.

Der Wind des Schicksals weht uns fort,

Doch bleibt ein Echo an jedem Ort.

Der Morgen grüßt mit Tautropfenpracht,

Ein Halm erwacht aus dunkler Nacht.

Er flüstert: "Ich bin stark und grün!"

Doch mittags wird die Sonne glühn.

Die Blume lacht: "Wie schön ich bin!

Mein Duft betört jeden Sinn!"

Der Schmetterling summt: "Ja, das stimmt wohl,

Doch morgen bist du welk und hohl."

Wir sind nur Gras im kosmischen Gewand,

Ein Flüstern nur im Zeitenland.

Der Sturm des Lebens reißt uns mit,

Doch jeder Halm tanzt seinen letzten Schritt.

Am Abend seufzt das müde Gras,

"War das nun alles? Nur dieses Was?"

Die Grille zirpt: "Mein Freund, sei klug,

Ein Tag voll Leben ist genug!"

Der Mond gießt silbern seine Pracht,

Auf Blüten, die erblüht zur Nacht.

Sie wispern: "Wir sind Sternenkinder,

Unsterblich schön, doch nicht minder."

Wir sind nur Gras im kosmischen Gewand,

Vergänglich schön, doch unverkannt.

Der Atem Gottes weht uns hin und her,

Doch jeder Grashalm wiegt sich wie ein Meer.

Die Wurzeln graben tief ins Erdreich,

"Wir bleiben!", rufen sie stolz zugleich.

Der Maulwurf lacht: "Ihr Narren, seht,

Wie schnell ein Leben doch vergeht!"

Die Wolke zieht am Himmel lang,

Begleitet von der Lerche Sang.

Sie mahnt: "Nutzt jeden Augenblick,

Denn keiner kehrt je mehr zurück!"

Wir sind nur Gras im kosmischen Gewand,

Vergänglich ja, doch nicht verbannt.

Der Lebenswind mag uns verwehn,

Doch unsre Spuren, die bleiben stehn.

Der alte Baum am Wiesenrand,

Hat tausend Leben schon gekannt.

Er rauscht: "Ihr Gräser, seid nicht bang,

Das kürzeste Leben klingt oft am längsten nach!"

Die Sonne sinkt, der Tag verglüht,

Ein letztes Mal das Gräsermeer erblüht.

In Feuerfarben leuchtet nun das Land,

Als hätt' der Himmel selbst es wild entbrannt.

Wir sind mehr als Gras im kosmischen Gewand,

Wir sind ein Lied, von Ewigkeit gesandt.

Mag auch der Wind uns einst verweh'n,

In jedem Frühling werden wir aufersteh'n!

So lasst uns tanzen, lachen, lieben, leben,

Dem großen Gärtner unser Bestes geben.

Denn jeder Tag, so flüchtig er auch sei,

Ist ein Geschenk und macht uns frei.

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