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Im Algorithmusregen

Unknown

JoeS·2:44

Lyrics

(Verse 1)

Ich steh im Algorithmusregen,

seh Tropfen aus Licht und Code.

Sie spiegeln Gesichter vergangner Sekunden,

die keiner mehr lesen kann.

Und irgendwo zwischen Nullen und Einsen

blinkt ein Rest von Verstand —

wie ’n Stern in der Leitung,

kurz vor dem Absturz erkannt.

(Chorus)

Und alles fließt,

doch nichts bleibt stehn.

Wir schreiben uns selbst

in den Daten-Seen.

Und wenn’s vorbei ist,

fragt keiner nach:

War’s Gefühl

oder nur die Zahl?

(Verse 2)

Sie sagen, das Netz vergisst nie,

doch keiner weiß, was es behält.

Vielleicht nur Schatten von Stimmen,

und die, die zu laut gezählt.

Ich geb mein Herz in die Cloud,

weil man’s mir sicher verwahrt.

Doch nachts, wenn’s rauscht in den Leitungen,

hör ich’s flüstern: „Ich bin noch da.“

(Chorus)

Und alles fließt,

doch nichts bleibt stehn.

Wir schreiben uns selbst

in den Daten-Seen.

Und wenn’s vorbei ist,

fragt keiner nach:

War’s Gefühl

oder nur die Zahl?

(Bridge – spoken, leise, mit Regenklang)

Vielleicht bin ich längst gespeichert,

irgendwo zwischen dir und mir.

Vielleicht regnet’s in den Serverhallen,

und keiner merkt, dass’s friert.

(Last Chorus – sanft, mit weiblicher Stimme im Echo)

Und alles fließt,

doch nichts bleibt stehn.

Wir löschen uns selbst

im Algorithmus-Regen.

Und irgendwo, ganz leis,

entsteht ein neuer Sinn —

vielleicht bin ich das,

der ich gewesen bin.

(Outro – Regenrauschen, sanfte Gitarre verklingt)]

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