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Des Neckars Tiefe Macht 1+++

Tempo: Langsam, balladenhaft, mit einer unheimlichen, wehmütigen Melodie) (Stil: Folk-Ballade / Dunkler Romantik

SensoryAward0115·5:02

Lyrics

Strophe 1

Wo der Fluss im Abendrot tief und dunkel fließt, Wo kein Sonnenstrahl das kalte Nass mehr grüßt, Da sitzt er auf dem Fels, mit Haaren grün wie Moos, Der Herr der Fluten, majestätisch und famos. Er spinnt ein Netz aus Strömungen und Gischt, Ein Versprechen, das im Morgennebel zischt. Die Melodie, die er auf seinem Schilfrohr spielt, Ist die Sehnsucht, die ein Menschenherz befühlt.

Refrain

Hüte dich, du Wand'rer, wenn die Dämmerung beginnt! Höre nicht das Rufen, das der Wind dir bringt. Denn der Wassermann zieht hinab in sein Reich, Mit Augen kalt und bleich, doch verführerisch weich. Er tanzt dich in die Tiefe, in kristallene Pracht, Wo die Sonne nie scheint, in ewiger Wasser-Nacht.

Strophe 2

Er sah die junge Maid am Ufer steh'n und singen, Ihre Stimme klar, ließ alle Wellen klingen. "Komm zu mir, schön' Kind," so lockte er mit List, "Wo kein Leid dich mehr quält und du geborgen bist. Ich schenke dir die Perlen aus dem tiefsten Grund, Und eine Liebe, ewig und gesund." Doch die Perlen sind nur Tränen, die er einst geweint, Für Seelen, die er holte, als Freund nur verkleint.

Refrain

Hüte dich, du Wand'rer, wenn die Dämmerung beginnt! Höre nicht das Rufen, das der Wind dir bringt. Denn der Wassermann zieht hinab in sein Reich, Mit Augen kalt und bleich, doch verführerisch weich. Er tanzt dich in die Tiefe, in kristallene Pracht, Wo die Sonne nie scheint, in ewiger Wasser-Nacht.

Bridge

In seinem Spiegelsaal aus klarem, dunklem Stein, Sind die Geliebten nun für immer allein. Sie sind die Schatten, die in den Strudeln zieh'n, Vergessen das Licht und das grüne Grün. Er ist die unbändige Macht, die niemand bezwingt, Die Gefahr, die das Leben in die Stille zwingt.

Instrumental / Cello-Solo

Eine tiefe, hallende Melodie, die das Rauschen des Flusses und die Kälte der Tiefe nachahmt, dann plötzlich abbricht

Refrain

Hüte dich, du Wand'rer, wenn die Dämmerung beginnt! Höre nicht das Rufen, das der Wind dir bringt. Denn der Wassermann zieht hinab in sein Reich, Mit Augen kalt und bleich, doch verführerisch weich. Er tanzt dich in die Tiefe, in kristallene Pracht, Wo die Sonne nie scheint, in ewiger Wasser-Nacht.

Outro

Der Fluss rauscht leise... Die Oberfläche glatt... Ein kalter Hauch weht über das nasse Gras... [Flüsternd] Die Tiefe ruft... [Ein leiser Wassertropfen-Klang)]

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