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Es wird leiser

Soft acoustic philosophical track with gentle female vocals, intimate and emotional. Minimal guitar, warm ambient textures. Spoken-word meets melodic rap, slow tempo, reflective mood about letting go and inner clarity. Calm, deep, honest delivery, airy reverb, organic sound, no heavy drums, cinematic and introspective atmosphere.

Jo·3:11

Lyrics


Wird leiser hier im Raum, irgendwas ist nicht mehr da,
kein Knall, kein Drama, nur ein schleichendes „war mal“.
Keine Scherben auf dem Boden, nichts, was laut zerbricht,
nur der Blick drauf und ich merk: es trifft mich nicht.
Früher hatte alles Gewicht, jetzt ist es federleicht,
hab’s getragen viel zu lange, bis die Schulter weicht.
Ich seh uns wie ein Bild, das langsam Farbe verliert,
kein Fehler, kein Verrat – einfach nichts, was noch führt.


Ich lass los, was mal Nähe war,
heut nur Schatten von dem, was ich darin sah.
Kein Krieg, kein Sieg, kein „wer hat recht“,
nur die Einsicht: manches war nie echt.
Ich war nah dran, vielleicht viel zu sehr,
hab gedacht, da ist was – doch von dir kam nichts mehr.
Und jetzt ist mir klar, ohne Drama, ohne Zorn:
Manche Wege bleiben nah und doch verlorn.


Hab gefüllt, was gefehlt hat, Lücken still repariert,
hab Gefühle interpretiert, statt zu sehen, was passiert.
Zu viel gegeben für ein Echo, das nie wirklich kam,
hab aus wenig viel gemacht, nur damit ich’s noch hab.
Und dann kippt es irgendwann, ganz leise, ohne Grund,
kein letzter großer Streit, nur ein stiller Befund.
Alles wird auf einmal leicht, fast schon ungewohnt klar,
kein „Warum“ mehr im Kopf – nur: es ist, wie es war.


Kein lautes Ende, kein letzter Applaus,
nur ich geh einen Schritt – und bin wieder bei mir zu Haus.
Und irgendwo zwischen Stille und dem, was zerfällt,
merk ich: ich steh wieder selbst in meiner Welt.


Ich lass los, was mal Nähe war,
heut nur Schatten von dem, was ich darin sah.
Kein Krieg, kein Sieg, kein „wer hat recht“,
nur die Einsicht: manches war nie echt.
Ich war nah dran, vielleicht viel zu sehr,
hab gedacht, da ist was – doch von dir kam nichts mehr.
Und jetzt ist mir klar, ohne Drama, ohne Zorn:
Manche Wege bleiben nah und doch verlorn.


Vielleicht ändert sich alles, weil man weitergeht,
weil das, was einmal gepasst hat, heute nicht mehr steht.
Kein Groll in der Brust, ich trag keinen Ballast,
schick dir Liebe hinterher, auch wenn du nicht mehr passt.
Was uns verbunden hat, bleibt ein Teil von mir,
doch ich halt es nicht fest – ich geb es frei hier.
Und es tut nicht mal weh, es ist eher wie Ruh’,
wie ein leises „Danke dir“ – und dann schließ ich die Tür.


Wenn ein Teil aus dem Bild fällt, bleib ich kurz einfach stehen,
nicht verloren, nur klarer in dem, was wir sehen.
Nicht weniger wert – nur ehrlicher wahr,
weil das, was jetzt bleibt, wirklich meines war.

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