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Unsichtbare Helden

80 bpm, acoustic guitar, soft piano, subtle percussion, female vocals, light strings, german, singer-songwriter

Silke·3:24

Lyrics

(Strophe 1)

Ich komm aus ’nem Dorf, wo der Abend noch still,

wo der Nachbar noch winkt, weil er’s einfach so will.

Wo man jeden kennt, selbst den Hund beim Namen,

und der Bäcker noch fragt: „Soll’s ein warmes Brot sein, Madame?“

Doch nun bin ich in der Stadt,

Straßen voll Stimmen, kein Platz für Rast.

Da sitzt ein Mann mit ’ner Decke und ’nem kleinen Hund,

trägt seine Geschichten wie Falten um den Mund.

Niemand bleibt stehn, sie seh’n ihn nicht mehr,

doch ich spür sein Leben in jedem Blick schwer.

(Refrain)

Unsichtbare Helden, mitten im Licht,

tragen die Stadt, doch man sieht sie nicht.

Und ich heb meinen Blick, sag still in Gedanken:

„Danke für all das, was ihr täglich für uns tut.“

(Strophe 2)

Da geht ’ne Dame wie aus ’nem alten Katalog,

Schuhe, die funkeln, Parfum wie ein Bogen aus Gold.

Daneben ein Junge mit müden Schuhsohlen,

trägt Tüten voll Pfand, als wollt er den Tag wiederholen.

Ein Taxifahrer summt seit Stunden im Kreis,

kennt jede Laterne, doch niemand ihn weiß.

Die Frau im Café malt Herzen im Schaum,

und träumt vielleicht leise von ihrem Zuhause im Baum.

(Refrain)

Unsichtbare Helden, mitten im Licht,

tragen die Stadt, doch man sieht sie nicht.

Und ich heb meinen Blick, sag still in Gedanken:

„Danke für all das, was ihr täglich für uns tut.“

(Strophe 3)

Ein Mädchen verkauft in der Kälte noch Rosen,

die Finger schon taub, doch das Lächeln ist groß.

Zwei Männer in Orange sammeln den Müll,

im Morgengrau leise, die Straßen sind still.

Ein Wächter schließt nachts das große Tor,

er kennt jede Stimme, doch kaum ein Ohr.

Und irgendwo drinnen, im Rauschen der Stadt,

schlägt das Herz, das sie leise am Leben hält, satt.

(Bridge)

Ich bleib stehn an der Ampel, seh das Karussell

aus Anzug und Eile, aus laut und zu schnell.

Doch unter der Haut dieser Straßen aus Stein

pulsieren die Seelen, die machen uns sein.

(Refrain – sanft)

Unsichtbare Helden, mitten im Licht,

tragen die Stadt, doch man sieht sie nicht.

Und ich heb meinen Blick, sag still in Gedanken:

„Danke für all das, was ihr täglich für uns tut.“

(Outro)

Ich bin nur ein Mädchen vom Dorf, das hier steht,

und zwischen den Welten die Menschen versteht.

Inmitten der Häuser aus Glas und Beton

sing ich euch leise, leise meinen Song.

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