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Nachklang

warm sad sweet female vocals with a bittersweet undertone, deep dark tired sad male vocals, acoustic guitars, piano-driven, dark melancholic chanson, cello

Dorn·4:59

Lyrics

Strophe 1

Im Takt der Stunden webt der Ablauf leis ein Kleid,

durch Fensterglas fällt flüchtig helles Licht herein,

Gedanken tragen Schritte ohne Hast und Streit,

als trüge jeder Augenblick sich still hinein.

Strophe 2

Ein Lächeln kippt ins Offene und hält nicht fest,

die Sprache schweigt, wo Worte eben noch erhoben,

wer weitergeht, erkennt, was ohne Sätze wächst,

und hört, wie Stille mehr erzählt als lautes Loben.

Refrain

Und wenn wir sacht ins Unbenannte weitergehen,

trägt uns ein Klang, der keine Grenzen kennt,

kein Abschied muss als starre Linie je vergehen,

weil jeder Wandel still - ein neues Leuchten nennt.

Strophe 3

Die Schneeflocke hältst du in der Hand, sie verrinnt,

ein stiller Glanz, der sich durch deine Wärme löst,

so zeigt sich, wie ein Augenblick im Fallen glimmt,

und wie das Zarte unbemerkt und schmelzend döst.

Strophe 4

Kein Ende steht geschrieben, nur ein Übergang,

ein leises Schwinden löst die fest gefügte Schicht,

wer länger horcht, vernimmt im Innern einen Klang,

der selbst im Schwinden neue Wege leise bricht.

Refrain

And wenn wir sacht ins Unbenannte weitergehen,

trägt uns ein Klang, der keine Grenzen kennt,

kein Abschied muss als starre Linie je vergehen,

weil jeder Wandel still - ein neues Leuchten nennt.

Strophe 5

So wird Vergehen nicht als Bruch, nur als Bewegung klar,

ein leiser Schritt, der sich dem harten Griff entzieht,

was eben noch so fest und unverrückbar war,

geht über und verweht, bevor man es noch sieht.

Strophe 6

Und wenn zuletzt das Leise sanft durch jeden Zugriff gleitet,

bleibt doch ein Funken, der den nächsten Morgen treibt,

man nennt es Sterben, doch wer tiefer darin schreitet,

erkennt, dass alles sich im Wandel weiterschreibt.

Refrain

Und wenn wir sacht ins Unbenannte weitergehen,

trägt uns ein Klang, der keine Grenzen kennt,

kein Abschied muss als starre Linie je vergehen,

weil jeder Wandel still - ein neues Leuchten nennt.

Schluss

Was bleibt, ist nicht das Bild, das man zuletzt noch sieht,

nicht das, was man bewahrt und fest in Händen hält,

die Pointe liegt darin, dass nichts dem Dasein flieht,

weil jedes Enden still den nächsten Anfang stellt.

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