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Müde Jahre

sad warm tired male vocals, [resigned acceptanc], soft dark sad choir, flute, harp, experimental, melancholic, synth, dark sad emotional-chanson, lyra, guitar-driven

Dorn·5:57

Lyrics



Strophe 1
Im Dämmerlicht beginnt ein tief verdunkelt Fragen,
verborg'ne Gassen tragen brüchiges Gestein,
durch offne Fenster weht ein Ton aus alten Tagen,
als dürfte nichts Gewesenes noch wirklich sein.



Strophe 2
Die Scheiben halten schwach vergangene Sekunden,
ein ferner Schritt verhallt im stillen, leeren Gang,
mein Innerstes bleibt fest an jene Nacht gebunden,
in der ein leiser Abschied unausweichlich klang.



Refrain
Ich geh durch Leere, die dein Schweigen noch bewahren,
doch jedes Wort erzählt mir, was verloren blieb,
und alte Fragen treiben fort in müden Jahren,
weil kein Versuch dich je aus meinem Grübeln trieb.



Strophe 3
Der Regen singt dein Lied auf meinem rissigem Gebein -
zerfließend wie ein Satz, der niemals ausgesprochen,
ein ferner Widerhall zieht still durch trübes Sein,
und jede leise Regung ist in mir zerbrochen.



Strophe 4
Die Nacht verhüllt behutsam jedes fahle Bild,
kein Licht verweilt, um irgendeinen Halt zu geben,
ein matter Schimmer sinkt, erschöpft und sanft und mild,
als hätte selbst das Dunkel aufgehört zu leben.



Refrain
Ich geh durch Schatten, die dein Schweigen noch bewahren,
doch jedes Wort erzählt mir, was verloren blieb,
und alte Fragen treiben fort in müden Jahren,
weil kein Versuch dich je aus meinem Grübeln trieb.



Strophe 5
Ein welkes Blatt beschreibt im Fallen stumme Kreise,
es sinkt zur Erde hin und endet ohne Ziel,
die Welt verliert sich selbst in stiller, kalter Weise,
doch alles, was noch bleibt, erscheint mir fremd und kühl.



Strophe 6
Die Stimmen ferner Stunden klingen brüchig-matt,
verhallen wie ein Lied in weiter Einsamkeit,
ein letzter Ton verweht, verliert sich in der Stadt,
er lässt zurück nur Schweigen ohne Gegenwart.



Refrain
Ich geh durch Ferne, die dein Schweigen noch bewahren,
doch jedes Wort erzählt mir, was verloren blieb,
und alte Fragen treiben fort in müden Jahren,
weil kein Versuch dich je aus meinem Grübeln trieb.



Strophe 7
Der frühe Morgen bringt kein neues, klares Werden,
nur blasses Licht, das schwer auf müde Lider fällt,
ein graues Jetzt verweht auf still gewordnen Erden,
die nichts mehr bergen, was noch irgend zählt.



Strophe 8
Ich finde dich in allem, was zerbricht und schweigt,
in jedem Ton, der leise durch die Weite zieht,
mein ganzes Dasein bleibt dem Ende zugeneigt,
und sinkt zuletzt dahin, wo niemand vor sich flieht.



Refrain
Ich geh durch Leere, die dein Schweigen noch bewahren,
doch jedes Wort erzählt mir, was verloren blieb,
und alte Fragen sinken still in späten Jahren,
weil selbst mein Denken dich im Schweigen weiterschrieb.

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