
Im Fluss des inneren Lichts
Pipe organ, Sacred hymn, Dream pop pads, Soft choir, Cathedral reverb, 3/4, 70 BPM, Airy textures, analog summing with Dangerous 2-Bus+

Im Fluss des inneren Lichts
Pipe organ, Sacred hymn, Dream pop pads, Soft choir, Cathedral reverb, 3/4, 70 BPM, Airy textures, analog summing with Dangerous 2-Bus+
Lyrics
Wir kamen zur Welt wie unbeschriebne Pläne,
kein Wesen vordefiniert, kein fester Rahmen.
Nur dieses Sein – die Freiheit, die in uns bebt,
und jede Wahl allein macht uns zu dem, was lebt.
Was wir „normal“ benennen – leises Regiment:
Wer hat’s gesetzt, und wessen Nutzen nennt?
Im Blick der Norm gehorcht der Leib so willig,
spielt sich selbst weiter – bis Masken werden wirklich.
O inneres Licht – wir sind ein Strom, der fließt.
Gestern verweht, und Morgen bleibt verhüllt.
Aus Schmerz und Fehl – dem heiligen, dunklen Schlamm –
steigt Lotus auf, und Weisheit facht die Flammen an.
Die eine ruft: „Ein Haus für mich!“ – die andre: „Geh!“
Wer sucht ein festes Selbst, wer flieht vor dem Ich?
Auf Grenzlinien stehen wir – allein und doch bereit;
aus ungekreuzten Blicken wächst erst unsre Welt.
O inneres Licht – wir sind ein Strom, der fließt.
Gestern verweht, und Morgen bleibt verhüllt.
Aus Schmerz und Fehl – dem heiligen, dunklen Schlamm –
steigt Lotus auf, und Weisheit facht die Flammen an.
Ich habe gefehlt – und lerne, es zu lieben.
Mein Schicksal ganz zu nehmen, nicht verschieben.
Erst wenn ich meinen Schatten sanft umarm,
werd ich als Ganzes – brüchig und doch warm.
Schaffe Rhizome – schlage keine Wurzeln ein.
Wir sind stets unterwegs,
im Werden – unterwegs – im Werden.
