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Wozu leveln wir eigentlich?

Japanese indie pop, city pop, lo-fi hip hop, alternative rock, synthwave, nostalgic, melancholic yet hopeful, recorded with Neumann U87 microphone

imaesan K·4:05

Lyrics

Intro

Ein sinnvoller Job, klare Karrierepfade, tolle Benefits …

und doch — warum sind alle müde?

Verse 1

Sechs Uhr — Wecker.

U-Bahn — Handyspiel im Blick.

Ich flieh’ aus der Realität —

rein ins Firmen-Dungeon.

„Heute geben wir alles!“ —

Chef wie ein NPC.

Doch wer schrieb diese Quest —

war das je wirklich ich?

Meine Freundin will Beamtin —

„Sicherheit ist top.“

Ich wollt’ YouTuberin werden —

drei Klicks — dann Stopp.

„Mach was Normales“, sagen Eltern —

was heißt „normal“ für mich?

Ein Burgerladen ist Arbeit —

warum find’ ich’s peinlich?

Pre-Chorus

Früher hieß Arbeit —

einander das Leben leicht.

Heute heißt es „Arbeitskraft“ —

zur Ware zurechtgefeilt.

Sind wir Menschen mit Herz —

oder Räder im Takt?

Ich such’ meine Antwort —

nicht nur „abgehakt“.

Chorus

Wozu leveln wir eigentlich?

(What's the point of grinding, bro?)

XP sammeln — Skills erhöhen —

doch was ist das Endziel?

Nur Geld? Zum Leben? —

was zählt am Ende viel?

Vielleicht wie beim Kochen —

wenn’s schmeckt, ergibt’s Sinn.

Ein „Danke“ von jemandem —

und ich fühl’ Gewinn.

Erfüllung kommt von innen —

nicht aus dem System darin.

Verse 2

Jobportale sagen ständig —

„Mach Selbstanalyse.“

„16 Personalities“, Sternzeichen —

immer dieselbe Prämisse.

Das Motivationsschreiben —

klingt wie ’n Literaturpreis.

„Leidenschaft für Ihr Leitbild“ —

fühl’ ich das wirklich? — Beweis?

Praktika — unbezahlt —

„ist ja nur zum Lernen.“

Wenn’s Lernen ist —

warum zahl’ ich mit Sternen?

„Das ist Purpose-Ausbeutung“,

meint ’ne ältere Kollegin.

Ist „Purpose“ schlecht? —

oder nur falsch am Beginn?

Bridge

Warte kurz —

die Freundin, die nachts ihr Game gebaut.

Voll Bugs — und doch —

ihre Augen haben geleuchtet, laut.

„Ich will, dass es jemand spielt“ —

ihr Stolz war echt.

Omas Essen braucht Zeit —

im Supermarkt wär’s billiger — vielleicht.

Aber dieser Geschmack heißt Liebe —

Arbeit mit Gefühl.

Wenn KI das übernähme —

was bleibt unser Ziel?

Vielleicht das Eine —

das nur wir können: Herz reinlegen — echt und viel.

Break – Instrumental

Final Chorus

Jetzt check’ ich das Leveln — wirklich.

(It's not about the money, money)

XP ist für mich —

Skill für dich — so bleiben wir lebendig.

Stimmt die Balance —

wird Arbeit leicht — fast spielerisch.

Ein Nebenjob kann helfen —

Pro-Gamerin ebenso.

Wichtig ist, wem es nützt —

und dass ich wachse — sowieso.

Dann wird der Alltag nicht zäh —

sondern richtiger Flow.

Outro

„Und du — wofür arbeitest du?“

Am Anfang fürs Geld —

sag ich — ohne Tabu.

„Und jetzt?“

Damit jemand lächelt —

und ich fühl’ mich frei.

„Ist das nicht wie Spielen?“

Vielleicht — nur ehrlich dabei.

Warum leveln wir eigentlich …

(Because we're human, not machines)

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