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Fünfzig Jahre Staub

trance, schlager, gothic, sad, epic, male voice, minor key

Hias·2:59

Lyrics

Strophe 1

Ich hab das alles aufgebaut, mit schwieligen Händen, Jahr um Jahr. Mein Hof, mein Haus, mein ganzes Leben, war’n meine Festung, mein Altar.

Kein Sommermeer hat je gewunken, kein Winter mich zur Ruhe gebracht. Fünfzig Jahre – Herz im Takt der Arbeit, hab ich das alles nur für nichts gemacht.

Refrain

Jetzt, wenn der Abend naht, und der Wind durch leere Fenster jagt, seh ich nur Felder, die mich kennen, doch niemand, der meinen Namen sagt.

Strophe 2

Kein Erbe, das sich interessiert, kein Geld, das meine Tage trägt. Der Boden, den ich einst gesät, scheint still zu fragen, ob er sich noch lohnt.

Die Nächte länger, die Schritte schwer, die Stille frisst sich in mein Herz. Und plötzlich frag ich mich im Dunkeln, wofür die Jahre voller Schweiß und Schmerz.

Refrain

Doch dann, als der Abend naht, hör ich Klopfen, leise, unverzagt. Ein Brief – „Du kennst mich nicht, doch ich hab lange nach dir gefragt.“

Strophe 3

Ein Kind aus längst vergessnen Tagen, mit meinen Augen, meinem Blick. Plötzlich flammt in mir ein Morgen, und all die Jahre ziehn zurück.

Refrain

Jetzt, wenn der Abend naht, hör ich Schritte auf dem Kies vorm Haus. Vielleicht war nichts vergebens – vielleicht beginnt es doch noch, neu und laut.

Strophe 4

Die Kinder spielen im Hof, ihr Lachen füllt das alte Land. Kleine Füße tragen Träume, wo einst nur meine Schritte stand.

Die Saat ist nicht im Wind verweht, die Wurzeln halten, fest und tief. Nun weiß ich, wofür ich all die Jahre jeden Morgen wieder aufgestieg’.

Refrain

Jetzt, wenn der Abend naht, und die Sonne sinkt hinterm Feld, spür ich das Leben in jedem Atem, und alles macht wieder Sinn in dieser Welt.

[Outro ] Fünfzig Jahre Staub im Haar, doch mein Herz schlägt jung und klar. Denn irgendwo, in diesem Land, trägt jemand meine Spur im Sand.

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