
The Last Of us Poets (Cyberpunk Version)
synthwave

The Last Of us Poets (Cyberpunk Version)
synthwave
Lyrics
Karl Valentin sagte einst sinngemäß: "Es wurde schon alles gesagt, nur eben noch nicht von jedem." Trotzdem...
Prologue
"Rosen sind rot
Veilchen sind blau
ich kann nicht gut reimen
Zeig Wurstfach, Dirne"
"nani?"
Verse 1
Mir fehlen die Worte, um zu beschreiben, wie sehr mich stört
wie anscheinend jeder um mich herum ständig stumme Schreie hört
Und an jeder Ecke steht eine Mauer aus Schweigen
wie man aus Stille Gemäuer baut, das soll mir mal einer zeigen
und wieso liest man eigentlich in so ziemlich jedem Gedicht
von Licht, das den Schatten der Finsternis bricht
und andauernd reimt sich Herz auf Schmerz
ich denk da an 'nen schlechten Scherz
Chorus
Bin ich hier
im Club der toten Dichter?
statt Geistesblitzen
flitzen nur noch kleine Lichter
der Traffic-L.E.D.s der Switches durch den Serverraum
mit der Mission: Phrasen raushaun
wir sollen drauf vertrauen,
dass KI unser Leben reguliert
doch sind die Trainingsdaten
mit menschlicher Dummheit infiziert
derweil fliegen Elon und Jeff zum Mars
und ich fühl mich hier wie in "The Last of Us"
Verse 2
Sprache aus der Retorte, Dosenfutter der Lyrik
manche Texte wirken, als hätte der Autor beim Reimschrottwichteln verloren
füttert brav das Phrasenschwein, denn das ist wortbegierig
Nein, mal im Ernst: wie oft sind hier schon glühende Herzen erfroren
Feuer brennt im Vakuum, Flammen erstarren zu Eis
der Sheldon in mir rebelliert, weil schließlich jeder weiß:
für einen Brand als chemische Redox-Reaktion
braucht's Sauerstoff als Mittel zur Oxidation
Chorus
Bin ich hier
im Club der toten Dichter?
statt Geistesblitzen
flitzen nur noch kleine Lichter
der Traffic-L.E.D.s der Switches durch den Serverraum
mit der Mission: Phrasen raushaun
wir sollen drauf vertrauen,
dass KI unser Leben reguliert
doch wird uns der Wille ihrer Besitzer injiziert
derweil fliegen Elon und Jeff zum Mars
und ich fühl mich hier wie in "The Last of Us"
bridge
Manchmal steh ich sprachlos vor den Wundern dieser Welt
bei so viel Schönheit ist's okay, wenn mir kein Kommentar einfällt
anstatt sich zu verstricken in nährwertlosem Wortsalat
ist in so 'nem Moment verbales Intervallfasten angesagt
instrumental
Verse 3
Schwing hier große Reden, aber seht mich doch an
hab ja selbst beim Labern kein Konzept und keinen Plan
bin Keyboard-Warrior, der im Rap-Battle kalte Füße kriegt
auf dem Holzweg ausrutscht und dann auf der Fresse liegt
hab' verbal Schiffbruch erlitten, das Wasser steht mir bis zum Hals
doch der Schleier ist gelüftet: es fehlt halt an Hirnschmalz
bin 'n Zombie, stets auf der Jagd nach seinem eigenen Denk-Apparat
es hat wohl nicht nur der Zahn der Zeit an mir genagt
Chorus
Bin ich hier im Club
der toten Dichter?
statt Geistesblitzen
flitzen nur noch kleine Lichter
der Traffic-L.E.D.s der Switches durch den Serverraum
mit der Mission: Phrasen raushaun
wir sollen drauf vertrauen,
dass KI unser Leben reguliert
doch wo ist die Instanz, die ihre Resultate validiert?
derweil fliegen Elon und Jeff zum Mars
und ich fühl mich hier wie in "The Last of Us"
Outro
weil meine Reime ohne Hirn ohnehin im Rohr krepieren
und mir nicht zusteht, die großen Dichter und Denker zu zitieren
will ich meine Floskeln unauffällig unter den Teppich kehren
Das Niveau so weit unten, dem Fass schlägt's den Boden aus
"ein Reimchen in Ehren kann niemand verwehren"
In Zukunft nehm' ich aus meinen Metaphern den Sepia-Filter raus
aber einen letzten dummen Spruch, den muss ich noch skandieren:
"alle Kinder schauen auf das brennende Haus
nur nicht Klaus...
der schaut da...
raus!"
