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Vil lieber grüesse süesse

A medieval Minnesang piece driven by a modal melody, interweaving heterophonic lines from hurdy-gurdy, tin whistle, and krummhorn. The arrangement highlights textural interplay, with the earthy drone of the hurdy-gurdy anchoring fluid whistle phrases and antiphonal krummhorn ornamentations. Tambourines, small bells and chimes add a light, subtle percussion. The Middle High German lyrics in a velvety tenor are highly ornamented while remaining syllabic. The tempo starts fast and lively, suggesting a summery atmosphere, and further accelerates throughout the song.

The hurdy-gurdy birdy·3:20

Lyrics

Vil lieber grüesse süesse

sich erheben, streben

frölich, zölich, jetten,

tretten in das phat.

drat frue und spat

hört man dringen,

singen, klingen

voglin in der auen.

Durch hell döne schöne

in den strauchen, rauchen

esten glesten,fliegen,

kriegen, widerstreit.

preit angerweit

sol man gruenlich,

kuenlich, suenlich

kurzlich ane schauen.

Winder kalt, ungestalt,

dein gewalt is entspalt

von den süessen lüften.

lichten sommer ane kummer

wil ich tummer als ein frummer

geuden unde güften.

Grüener kle jagt den sne

jarlang me in den see

wilder meres flüete.

nachtigalle, drossel, schalle,

lerchen halle uns gevalle

für des ofens güete.

Die pluemen gele, hele,

hübsch geverbet gerbet,

prawne, schawne, plawe,

grawe, mängerlei:

mai, dein geschrai

sich florieret,

zieret, gieret

köstlicher gelüste.

Und hübsch wäsli, gräsli

sich entsliessen, spriessen

hüglich, tüglich plüede,

früede, violspranz,

glanz firlafanz

aller pame, zame, gahme

zier auss kalder früste.

Stauden, stock machet schock

rauchen rock als ain pock,

läblichen bedecket.

swarzer doren weiss erkoren!

gar verloren ist der zoren,

den der winder wecket.

Küeler prunn, warme sun n

geit uns wunn, gail dich nunn,

kinden auss dem kloster!

pei dem Reime in dem scheine

ails ain veine buelbegeine

raien nach den ostern.

Die swammen stupfen, lupfen

auss der erde herde.

würmli türmli wachen,

machen neuen slauch

gauch, lock uns auch

durch die haide!

raide, ir maide,

sucht der stauden winckel!

Da well wir kosen, losen

mit beslossen, gossen

warmen armen

lieplich, dieplich in den pusch.

dusch! mündlin kusch!

ob die raine, klaine saine

mir entplösst ain schinkel,

An ain knie ich wär hie,

des nicht lie und tät wie

ich das füegen kunde:

zue ir rucken, freuntlich smucken, lieplich drucken, piegen, pucken.

ob si mir des gunde,

So wär quitt, was ich litt;

hielt sis mit, diesen stritt

müest ich überwinden:

sunder klifen tasten grifen,

mänigen lifen lust vertrifen,

bleiben bei dem kinde.

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