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Liliths Gesang

female voice, melancholic, dark, sad, a cappella, baby music box, guitar-driven, piano-driven, soul, swing-pop

Dorn·3:59

Lyrics

Strophe 1


Im Staub der Sterne, wo Anbeginn webte,
da formte mich Atem, der ewiglich strebte.
Nicht aus der Rippe, nein, aus dem Gleichen,
aus Erde, Glut, aus Sturm und Zeichen.



Strophe 2

Ich hob mich frei aus der ersten Nacht,
mein Wille flammte, mein Herz erwacht.
Doch seine Hand, sie wollte binden,
und meine Glut durch Asche schinden..



Refrain

Ich atme Raum, wo Welten bersten
und kehre nie in den Staub zu dem Ersten.
Aus Anfang ward, was ewig schreit —
die Sehnsucht selbst in Dunkelheit.



Strophe 3

Er sprach von Ordnung, von Herrscherrecht,
doch in mir brannte das alte Geflecht
der Dunkelrose, der wilden Schwingen,
die Lieder von Gleichheit leise singen.



Strophe 4

Ich floh durch Wüsten aus lautlosem Sand,
mit Funken der Schöpfung in meiner Hand.
Er nannte mich Schatten, Dämon, Gefahr —
doch ich war Erinnerung, Urkraft und wahr.



Refrain

Ich atme Raum, wo Welten bersten
und kehre nie in den Staub zu dem Ersten.
Aus Anfang ward, was ewig schreit —
die Sehnsucht selbst in Dunkelheit.



Strophe 5

Sie schrieben mich schwarz in pergamentne Nacht,
als Mutter des Lasters, der Sünde Macht.
Doch keiner erkannte im Flammenmeer,
die Sehnsucht nach Gleichklang, nach Freiheit so sehr.



Strophe 6

Ich bin das Ungezähmte, das schweigt und schreit,
die Glut im Wind, die niemand befreit.
Ich bin die Wunde im Weltenherz,
die Wahrheit, die wächst aus uraltem Schmerz.



Refrain

Ich atme Raum, wo Welten bersten,
und kehre nie in den Staub zu dem Ersten.
Aus Anfang ward, was ewig schreit —
die Sehnsucht selbst in Dunkelheit.



Strophe 7

Wenn Monde bluten und Sterne weinen,
werd ich im Traum der Dichter erscheinen.
Mit Flügeln aus Schweigen, mit Blicken aus Licht,
die Legende verneint mich — doch ich vergehe nicht.



[Schluss Refrain]

Ich atme Raum, wo Feuer thront,
mein Blut ist Glanz, das meiner lohnt.
Aus Schöpfung ward, was nie vergeht —
das Lied, das durch die Zeiten weht.

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