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Wie Jack beim Pokern sein Leben verlor

Western, Countryband, Bottleneck, Mundharmonika, Banjo, guitar, kein akzent, kein akzent

Kommando Pinguin·5:45

Lyrics

[Strophe 1]
Die Kutsche rollt mittags in die belebte Stadt,
die für einen Mann wie Jack allerhand zu bieten hat.
Der Kutscher zieht fest an den Zügeln,
die Räder knarren,
ein Ruck geht durchs Gespann.
Er hält die Kutsche an.
Die Pferde stehen im heißen Sonnenlicht.
„Agua Caliente!“, ruft der Kutscher,
er wischt sich den Schweiß aus dem Gesicht.
Er springt vom Bock, seine Stiefel landen tief im Sand,
der Helfer entlädt das Gepäck mit geübter Hand.

[Strophe 2]
Der Kutscher tritt vor, öffnet die Tür,
Jack tritt hinaus, ihn treibt sein Spielergespür.
Den Koffer fest im Griff, das Leder ist schwer,
hinter ihm drängen Fahrgäste her.
Eine Frau rafft ihr Kleid, steigt nieder,
das wilde Treiben spiegelt sich in ihren Augen wider.
Reiter ziehen vorbei, Kutschen kreuzen die Wege,
die Bürger gehen über die hölzernen Stege.
Jack sieht das Hotel auf der Seite gegenüber
und geht durch das laute Gewimmel hinüber.

[Strophe 3]
Er betritt das Haus,
die Tür hinter ihm schwingt zu,
er klopft sich den
Staub von seinem Schuh.
Sein Blick geht im Empfang umher,
hinter dem Tresen sieht er den Hotelier.
Er geht nach vorn,
stellt den Koffer dort ab,
der Wirt mustert ihn schweigend und knapp.
Jack verlangt ein Zimmer für ein paar Tage,
der Wirt nickt nur, er stellt keine Frage.
Er drückt ihm den Schlüssel in die Hand.
Der Spieler steigt die Stufen hoch,
vorbei an der Uhr an der Wand.

[Strophe 4]
Jack tritt in das Zimmer,
die Tür fällt ins Schloss,
er legt seinen Koffer aufs knarrende Bett.
Er löst die Schnallen,
ein leises Klicken,
Jack lässt die Augen
über die Beute blicken.
Er mustert die Dollar
nur für einen Moment,
da beginnt dieses Kribbeln,
das in ihm brennt.
Das Kribbeln wird Drang,
ein mächtiger Sog,
der ihn schon so oft
um den inneren Frieden betrog.
Seine Spielsucht greift
nach seinem Verstand,
er braucht das Gefühl
von Karten in seiner Hand.

[Strophe 5]
Jack greift nach den Dollar,
schiebt sie tief in die Weste,
schließt schnell den Koffer
und eilt aus dem Zimmer.
Vorbei am Hotelier
und den Blicken der Gäste,
hinaus auf die Straße,
getrieben wie immer.
Er geht durch die Stadt
mit hastigem Schritt,
bis zum Saloon,
den er wie im Fieber betritt.
Es ist Mittag, der Saloon ist fast leer,
doch Jack hat nur Augen für den Pokertisch.
Er sieht den Dealer,
wie er die Karten mischt,
der Drang zu spielen wird immer mehr.

[Bridge]
Jack geht zum Tisch und setzt sich dazu ...
er legt seine Dollar auf das grüne Tuch,
vergisst die Zeit, verfällt seinem alten Fluch.
Und während er tief im Spiel versinkt,
und Tag um Tag in Rauch und Schnaps ertrinkt ...
... jagt weit entfernt, im kargen Felsenstein,
der Kopfgeldjäger den Geier ganz allein.

[Strophe 7]
Die Tage ziehen ins Land,
mal hält sich Jack beim Falschspiel zurück,
aber wächst der Pott am Tisch,
erschwindelt er sich sein Glück.
Bis zu diesem einen Abend,
die Luft ist heiß und schwer,
vor ihm liegt der größte Pott bisher.
Er zeigt sein falsches Blatt,
am ganzen Tisch wird’s still,
Jack hat gewonnen
und nimmt sich die Dollar, die er will.
Er zieht den ganzen Pott an sich,
da fallen falsche Karten
aus dem Ärmel auf den Tisch.

[Refrain]
Wer mit Gier auf die Dollar schielt,
wer Karten zinkt, hat am Ende verspielt.
Der Baum am Ende der Straße wirft den Schatten voraus,
jeder Betrüger haucht hier sein Leben aus.

[Strophe 8]
Für eine Sekunde starrt jeder auf das falsche Blatt,
dann stürzt sich auf Jack die halbe Stadt.
Sie ziehen ihn hinaus aus dem verrauchten Saloon,
er zappelt und er tritt mit den staubigen Schuh’n.
Sie schleifen ihn zum Baum,
durch den Staub und den Dreck,
sein Pokerface ist mit einem Male weg.
Er jammert und er fleht,
während der Sheriff stumm am Rande steht.
Sie legen ihm die Schlinge um den Hals,
man setzt ihn aufs Pferd,
sein Leben ist den Männern nichts mehr wert.
Ein Peitschenhieb, das Pferd stürmt los,
man sieht Jack tief absacken,
der raue Strick spannt sich rasant
man hört den Nacken knacken.

[Refrain]
Wer mit Gier auf die Dollar schielt,
wer Karten zinkt, hat am Ende verspielt.
Der Baum am Ende der Straße wirft den Schatten voraus,
jeder Betrüger haucht hier sein Leben aus.

[Outro]
Beim ersten Sonnenlicht reitet der Fremde in die Stadt,
blickt stumm die Straße runter, wo der Mob gewütet hat.
Er sieht Jack am Baum hängen, verstummt ist sein letztes Geschrei,
ein alter, irrer Trinker sitzt am Stamm und lacht dabei.
Er lenkt sein Pferd zum Baum heran, die Hufe weich im Staub,
der Fremde gleitet aus dem Sattel, Wind weht durch das Laub.
Er zieht sein Messer, schneidet Jack vom dicken Ast,
und schnallt ihn auf ein Pferd, eine schwere, kalte Last.
Er wendet seinen Hengst, die Sporen treiben ihn an,
denn Herman in Tucumcari ist als nächster dran.

[Refrain]
Wer mit Gier auf die Dollar schielt,
wer Karten zinkt, hat am Ende verspielt.
Der Baum am Ende der Straße wirft den Schatten voraus,
jeder Betrüger haucht hier sein Leben aus.

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