
"Du bist ich, ich bin du" - Eine Gesichte erzählt:
Unknown

"Du bist ich, ich bin du" - Eine Gesichte erzählt:
Unknown
Lyrics
— ✦ —𝙀𝙞𝙣 𝙀𝙘𝙝𝙤 𝙞𝙢 𝘿𝙪𝙣𝙠𝙚𝙡𝙣— ✦ —
Zwei Stimmen sprechen gleichzeitig, verschmelzen und widersprechen sich.
„𝗗𝘂 𝗯𝗶𝘀𝘁 𝗶𝗰𝗵… 𝗶𝗰𝗵 𝗯𝗶𝗻 𝗱𝘂.“
— ☉ —𝘼𝙠𝙩 𝙀𝙞𝙣𝙨 – 𝘿𝙞𝙚 𝙕𝙚𝙧𝙧𝙞𝙨𝙨𝙚𝙣𝙝𝙚𝙞𝙩— ☉ —
Eine Stimme singt: Von Schuld, die man begraben will.
Von Sehnsucht nach einem Neuanfang.
Die andere Stimme bricht immer wieder hinein:
„𝗗𝗮𝘀 𝗸𝗮𝗻𝗻𝘀𝘁 𝗱𝘂 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁. 𝗜𝗰𝗵 𝗵𝗮𝗹𝘁𝗲 𝗱𝗶𝗰𝗵 𝗳𝗲𝘀𝘁.“
— ☉ —𝘼𝙠𝙩 𝙕𝙬𝙚𝙞 – 𝘿𝙚𝙧 𝙏𝙖𝙣𝙯 𝙙𝙚𝙧 𝙂𝙚𝙜𝙚𝙣𝙨ä𝙩𝙯𝙚— ☉ —
Der Teufel spricht mit dunkler, drängender Stimme.
Der Engel antwortet mit klaren, hellen Linien.
Doch beide Stimmen laufen am Ende übereinander, überlagern sich, untrennbar, wie zwei Melodien im Kanon, die sich gegenseitig verfolgen.
— ☉ —𝘼𝙠𝙩 𝘿𝙧𝙚𝙞 – 𝘿𝙚𝙧 𝙎𝙥𝙞𝙚𝙜𝙚𝙡— ☉ —
Der Konflikt bleibt.
Die Stimmen fragen:
„𝗠𝗶𝘁 𝘄𝗲𝗺 𝘄𝗶𝗹𝗹𝘀𝘁 𝗱𝘂 𝗲𝘅𝗶𝘀𝘁𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻? 𝗠𝗶𝘁 𝘄𝗲𝗺 𝘄𝗶𝗹𝗹𝘀𝘁 𝗱𝘂 𝘃𝗲𝗿𝘄𝗲𝗶𝗹𝗲𝗻?“
Es gibt nur einen Körper. Die eine Persönlichkeit.
„𝗗𝗶𝗲𝘀𝗲 𝗯𝗶𝘀𝘁 𝗱𝘂… 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗶𝗲𝘀𝗲 𝗯𝗶𝗻 𝗶𝗰𝗵.“
Langsam verschmelzen die Stimmen – zuerst noch brüchig, dann harmonisch.
Die Melodie schwillt an, als würde sie endlich Luft holen.
Die letzten Worte:
„𝗪𝗶𝗿 𝗺ü𝘀𝘀𝗲𝗻 𝗹𝗲𝗿𝗻𝗲𝗻, 𝗲𝗶𝗻𝘀 𝘇𝘂 𝘀𝗲𝗶𝗻.
𝗗𝗲𝗻𝗻 𝗱𝘂 𝗯𝗶𝘀𝘁 𝗶𝗰𝗵 – 𝘂𝗻𝗱 𝗶𝗰𝗵 𝗯𝗶𝗻 𝗱𝘂.“
— ☉ —𝘼𝙠𝙩 𝙑𝙞𝙚𝙧 – 𝘿𝙚𝙧 𝙕𝙚𝙧𝙛𝙖𝙡𝙡— ☉ —
Die Stimmen, die eben noch ein Gleichgewicht gefunden hatten, beginnen wieder zu brechen.
Die eine klagt:
„𝗜𝗰𝗵 𝘄𝗶𝗹𝗹 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗱𝗲𝗶𝗻 𝗚𝗲𝗳ä𝗻𝗴𝗻𝗶𝘀 𝘀𝗲𝗶𝗻!“
Die andere schreit:
„𝗢𝗵𝗻𝗲 𝗺𝗶𝗰𝗵 𝗯𝗶𝘀𝘁 𝗱𝘂 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁𝘀!“
Es ist der Moment, in dem klar wird: Die Koexistenz bedeutet auch, die eigenen Schatten nicht nur zu dulden, sondern sie zu ertragen. Der Mensch erkennt: Das „Eins-Sein“ ist kein Frieden, sondern ein permanenter Kampf im Inneren.
— ☉ —𝘼𝙠𝙩 𝙁ü𝙣𝙛 – 𝘿𝙞𝙚 𝙎𝙩𝙞𝙡𝙡𝙚 𝙣𝙖𝙘𝙝 𝙙𝙚𝙢 𝙎𝙩𝙪𝙧𝙢— ☉ —
Alles bricht plötzlich ab – nur ein leiser Grundton bleibt.
Eine einzelne Stimme erhebt sich, ruhig, fast nüchtern:
„𝗗𝘂 𝗯𝗶𝘀𝘁 𝗶𝗰𝗵. 𝗜𝗰𝗵 𝗯𝗶𝗻 𝗱𝘂.“
Kein Widerstand mehr, kein verzweifeltes Streben. Nur Anerkennung.
Dann setzt eine zweite Stimme ein – nicht als Gegner, sondern als Spiegel, derselbe Ton, dieselbe Linie. Die beiden verschmelzen nicht nur, sie verschwinden.
Das Ende ist kein Triumph, sondern ein Kreis, der sich geschlossen hat – ein ewiges Mantra:
„𝗪𝗶𝗿 𝘀𝗶𝗻𝗱 𝗲𝗶𝗻𝘀. 𝗪𝗶𝗿 𝘄𝗮𝗿𝗲𝗻 𝗲𝘀 𝗶𝗺𝗺𝗲𝗿.“
— ☉ —𝘼𝙠𝙩 𝙎𝙚𝙘𝙝𝙨 – 𝘿𝙚𝙧 𝘿𝙞𝙖𝙡𝙤𝙜— ☉ —
Zwei Stimmen treten klar hervor, ohne sich zu überlagern. Sie reden, sie fragen, sie antworten:
„𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝘄𝗶𝗹𝗹𝘀𝘁 𝗱𝘂 𝗺𝗶𝗰𝗵 𝗯𝗲𝗴𝗿𝗮𝗯𝗲𝗻?“
„𝗪𝗲𝗶𝗹 𝗱𝘂 𝗺𝗶𝗰𝗵 𝗮𝗻 𝗱𝗮𝘀 𝗲𝗿𝗶𝗻𝗻𝗲𝗿𝘀𝘁, 𝘄𝗮𝘀 𝗶𝗰𝗵 𝗻𝗶𝗲 𝘄𝗶𝗲𝗱𝗲𝗿 𝘀𝗲𝗶𝗻 𝘄𝗶𝗹𝗹.“
„𝗨𝗻𝗱 𝘄𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗵ä𝗹𝘁𝘀𝘁 𝗱𝘂 𝘀𝗼 𝘃𝗲𝗿𝘇𝘄𝗲𝗶𝗳𝗲𝗹𝘁 𝗳𝗲𝘀𝘁?“
„𝗪𝗲𝗶𝗹 𝗶𝗰𝗵 𝗳ü𝗿𝗰𝗵𝘁𝗲, 𝗱𝗮𝘀𝘀 𝗱𝘂 𝗼𝗵𝗻𝗲 𝗺𝗶𝗰𝗵 𝗱𝗲𝗶𝗻 𝗚𝗲𝘀𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘃𝗲𝗿𝗹𝗶𝗲𝗿𝘀𝘁.“
Es wird kein Streit mehr, sondern ein Gespräch. jeder Satz hat Raum, jede Frage wird gehört.
Gegen Ende beginnen sich die Fragen aufzulösen, beide Stimmen nähern sich an:
„𝗩𝗶𝗲𝗹𝗹𝗲𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗯𝗶𝘀𝘁 𝗱𝘂 𝗺𝗲𝗶𝗻 𝗚𝗲𝘄𝗶𝗰𝗵𝘁…“
„…𝘂𝗻𝗱 𝗱𝘂 𝗯𝗶𝘀𝘁 𝗺𝗲𝗶𝗻 𝗔𝗻𝘁𝗿𝗶𝗲𝗯.“
„𝗩𝗶𝗲𝗹𝗹𝗲𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘀𝗶𝗻𝗱 𝘄𝗶𝗿 𝗸𝗲𝗶𝗻 𝗪𝗶𝗱𝗲𝗿𝘀𝗽𝗿𝘂𝗰𝗵…“
„…𝙨𝙤𝙣𝙙𝙚𝙧𝙣 𝙙𝙚𝙧 𝙂𝙧𝙪𝙣𝙙, 𝙬𝙖𝙧𝙪𝙢 𝙬𝙞𝙧 ü𝙗𝙚𝙧𝙝𝙖𝙪𝙥𝙩 𝙚𝙭𝙞𝙨𝙩𝙞𝙚𝙧𝙚𝙣.“
Die letzte gemeinsame Erkenntnis:
„𝙒𝙞𝙧 𝙨𝙞𝙣𝙙 𝙣𝙞𝙘𝙝𝙩 𝙯𝙬𝙚𝙞 – 𝙬𝙞𝙧 𝙨𝙞𝙣𝙙 𝙙𝙖𝙨 𝙂𝙚𝙨𝙥𝙧ä𝙘𝙝, 𝙙𝙖𝙨 𝙣𝙞𝙚 𝙚𝙣𝙙𝙚𝙩.“
„𝙒𝙞𝙧 𝙨𝙞𝙣𝙙 𝙣𝙞𝙘𝙝𝙩 𝙯𝙬𝙚𝙞 – 𝙬𝙞𝙧 𝙨𝙞𝙣𝙙 𝙙𝙖𝙨 𝙂𝙚𝙨𝙥𝙧ä𝙘𝙝, 𝙙𝙖𝙨 𝙣𝙞𝙚 𝙚𝙣𝙙𝙚𝙩.“
