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Die zweite Mutter

soft-sad-warm-female vocals, melancholic, piano-driven, synth, emotional

Dorn·2:59

Lyrics

Strophe 1

Sie kommt, wenn keine Kräfte sind,
wenn selbst der Schmerz nicht weiter weiß.
Sie spricht so leise wie der Wind,
der durch die offne'n Fenster kreist.
Sie beugt sich über jedes Leid,
mit einem Blick, der alles kennt.
Und wo das Atmen nach ihr schreit,
da wird sie still – und nennt’s Moment.




Strophe 2

Sie hält dich, wie du einst gelegen
im Schoß, der dich zum Leben trug.
Kein Riss, kein Scheiden, kein Vergehen,
nur Heimkehr, sanft und ohne Trug.
Sie streicht dir über Stirn und Hand,
so zärtlich, dass du kaum verstehst:
das, was du Leben nanntest, stand
auf einem Weg, der weitergeht.




Refrain

Sie ruft dich heim durch sanftes Fern,
wo jedes Ende Anfang heißt.
Was je gelebt, kehrt wieder gern –
im Schweigen, das dich leis umkreist.




Strophe 3

Man nennt sie Tod – doch das ist klein,
zu eng für das, was in ihr ruht.
Sie ist die, die nie verlässt,
gehört dir nicht – doch immer dein.

Sie trägt dich aus der schweren Zeit,
aus Fieber, Angst und bittrem Zwang,
sie birgt dich still in Dunkelheit,
die nicht vernichtet – nur umhüllt dein Klang.




Strophe 4

Und wenn du gehst, wirst du sie sehen,
wie einst die Mutter, mild, vertraut.
Kein Schmerz mehr, dem du musst entgehen,
nur Schlaf, der dich im Frieden schaut.
Zwei Arme, die dich leise führen,
zurück, wo Anfang neu beginnt.
Die eine gab dich hin zum Spüren –
die andre nimmt dich, wenn deine Zeit verrinnt.




Refrain [Schluss]

Sie ruft dich heim, doch ohne Wort,
kein Ziel, kein Weg, nur stilles Sein.
Was bleibt, verweilt – was geht, geht fort.
Und alles darf vollendet sein.


Sie ruft dich heim, doch ohne Wort,
kein Ziel, kein Weg, nur stilles Sein.
Was bleibt, verweilt – was geht, geht fort.
Und alles darf vollendet sein.

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