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"Die Wächterin aus Stein "

A Gothic Metal, Doom Metal, Symphonic Metal And Gothic Folk Song in German about a female angel statue on an old cemetery who awakens at night. Deep emotional female vocals with a mysterious and melancholic tone. Instrumentation includes gothic harp, church bells, dark ambient drones, slow string pads, and a ghostly choir. Tempo is slow and haunting. Lyrical style is poetic and archaic, evoking sorrow, beauty, and eternal night. Atmosphere: dreamlike, shadowy, sacred and tragic.

Alice Avril Medhonig 🐝·5:13

Lyrics

[„Die Wächterin aus Stein" ]

[Strophe 1]
Im Dunst der Gruft, wo Schatten hausen,
verhüllt der Abend still das Licht.
Ein Weib aus Marmor, kalt und schweigend,
ein Flügelwesen ohne Pflicht.

Wenn letzter Schein in Flammen stirbt,
der Wind die Psalmen heimlich trägt,
erhebt sich, was dem Stein entrückt –
die Nacht, in der ihr Herz bewegt.

[Refrain]
Sie wandelt durch des Dunkels Stunden,
ein Hauch, ein Flüstern, kaum gesehn.
Ihr Herz, von alter Schuld umwunden –
nie wird es stille stehn.
Ein Engel, der die Nacht durchweht,
mit Flügeln schwer wie Leid und Stein,
und wer im Traum ihr Antlitz fleht,
wird ewig nicht allein.

[Strophe 2]
Ein Kleid aus Dornen, Efeukranz,
das Grab ist ihr Geliebter.
Sie tanzt durch Nebel wie im Trance,
ihr Ruf wird nur geträumter.

Die Kreuze neigen sich vor ihr,
die Namen auf den Steinen schweigen.
Sie streichelt Seelen, bleich und leer,
die nur im Schlummer steigen.

[Refrain]
Sie wandelt durch des Dunkels Stunden,
ein Hauch, ein Flüstern, kaum gesehn.
Ihr Herz, von alter Schuld umwunden –
nie wird es stille stehn.
Ein Engel, der die Nacht durchweht,
mit Flügeln schwer wie Leid und Stein,
und wer im Traum ihr Antlitz fleht,
wird ewig nicht allein.

[Strophe 3 (Ich-Form, gotisch)]
Einst war mein Leib aus Blut und Licht,
nun bin ich nur ein Schattenbild.
Verbannt zu ruh’n in Grabes Pflicht,
vom Schicksal sanft und still verhüllt.

Die Zeit zerschellt an meinem Blick,
ich warte, bis der Himmel bricht.
Ein letzter Kuss, ein leiser Tritt –
dann sink’ ich zurück ins Nicht.

[Bridge]
Mein Lied erklingt im Wind der Schwärze,
geboren aus Vergessenheit.
Ein Flammenrest in kalter Kerze –
verlor’n in Ewigkeit.

[Letzter Refrain]
So schwind’ ich, wenn der Morgen graut,
zurück ins Reich der Statuen.
Ein letzter Blick, der ewig dauert –
verhüllt in Nebelruhen.
Ich war, ich bin, ich werde sein –
die Wächterin in Grab und Stein.

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