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Ich habe meinen Schatten verklagt

Minimal acoustic art song, slow tempo (~84 BPM), minor key. Intimate and restrained throughout. Primary instruments: soft acoustic guitar and emotional but subtle cello as continuous thread. Very light brush percussion only in choruses, never dominant. Dark, deep, rough male voice with clear diction and controlled delivery — serious tone, no irony in performance. Verses intimate and close. Choruses slightly fuller but still restrained, no dramatic explosion. Bridge stripped down, almost spoken, cello exposed. Maintain subtle melancholy and quiet tension. Ending unresolved, cello fades gently.

Aptynate One·4:53

Lyrics

[(Intro]
"Du bist nicht mehr tragbar"!
"Nein, ich will dich nicht mehr"!
So machtest du mein Klagen wahr,
"Dein Verfolgen finde ich nicht fair."

[(Verse 1]
So zog ich meinen Schatten zur Klage,
an einem Montag, kurz nach vier.
Er folgte mir stets am Sonnentage,
ohne Anmeldung, ganz nah bei mir.

Er trat auf ohne Einverständnis,
vergrößert, wenn ich schwach erschien
und sprach dabei von einem Bündnis
von ihm benannt als „Lichterziehn“.

[(Pre-Chorus]
So reichte ich Klage ein beim Licht,
mit dem Aktenzeichen Sonnenschein.
Der Asphalt mein Zeuge, mehr war nicht
denn die Mauer schwieg, wie immer fein.

[(Chorus]
Ich habe meinen Schatten verklagt,
wegen ständiger Mitführungspflicht.
Er kopiert mich stets, doch zugleich versagt,
denn Verantwortung übernimmt er nicht.

Ich habe meinen Schatten verklagt,
wegen einem Identitätsverdacht.
Er weiß es genau, wie schon gesagt,
doch hat er nie selbst Haltung gebracht.

[(Verse 2]
Was mir am meisten an ihm nagte,
wenn er mich größer geben wollt
gerade dann, wenn ich versagte,
dieser Opportunist aus Katzengold.

In dunklen Zeiten war er fort,
ohne Sonnenschein blieb sein Bild aus.
Doch erschien er stets im Lichte dort,
wenn ich nur stand – vor meinem Haus.

[(Pre-Chorus]
Er sprach nie ein erklärend Wort,
kein Widerspruch und kein Belangen.
So lebte er stets meine Umrisse fort,
und tat dabei ganz unbefangen.

[(Chorus]
Ich habe meinen Schatten verklagt,
wegen ständiger Mitführungspflicht.
Er kopiert mich stets, doch zugleich versagt,
denn Verantwortung übernimmt er nicht.

Ich habe meinen Schatten verklagt,
wegen einem Identitätsverdacht.
Er weiß es genau, wie schon gesagt,
doch hat er nie selbst Haltung gebracht.

[(Bridge]
Der Richter trat ins fahle Licht,
sein Umriss schien mir seltsam bekannt.
Er fragte: "Warum magst du ihn nicht"?
ich zeigte nur auf die eine Wand.

Die Sonne wurd nun vorgeladen,
erschien jedoch nicht selbst im Saal.
Nur im Flur lud sie mich zum Baden,
so schwankte ich plötzlich sehr fatal.

[(Final Chorus]
Ich habe meinen Schatten verklagt,
doch heute fiel mir leise ein:
Er folgt nur dem Gesetz des Lichtes
und wird in der Sonne bei mir sein.

[(Outro]
So ist das endlich auch geklärt,
der Schatten hat im Sonnenlicht,
etwas – worauf er gern abfährt,
wenn mein Bild auf dem Asphalt spricht.

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