
Schöne Töne
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Schöne Töne
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Lyrics
(Intro – fragmentiert, fast geflüstert)
Zwischen Taktlücken tanzt ein Rest von Klang,
wie Staub im Sonnenstrahl – schwerelos, doch gefangen.
Nicht laut, nur da.
Nicht grell, nur wahr.
Ich atme Töne, bevor sie mich denken,
seh Muster, wo andere nur Stille erkennen.
(Teil I – frei, fließend)
Ich hör die Welt in Schichten,
nicht in Linien, nicht in Sprachen,
sondern dort,
wo Risse Licht durchlassen.
Da, wo Frequenzen zittern wie Glas in der Kälte,
reiß ich Sinn aus der Leere,
bau mir Räume aus Geräuschen,
wohn in ihren Echos,
solang sie mich noch halten.
Ein Ton, der bricht, erzählt mehr
als tausend, die bleiben.
Denn Beständigkeit ist Stillstand,
und Musik will fallen, nicht landen.
(Refrain – verschoben, unregelmäßig)
Schöne Töne –
sie fliehen, wenn du sie fixierst.
Sie tragen Glanz im Verfall,
und sterben, wenn du sie archivierst.
Sie sind kein Besitz,
nur Besuch.
Ein Flirren, das dich kurz erkennt,
und weiterzieht.
(Teil II – rhythmischer, dichter)
Ich hör Stromleitungen summen wie Psalmen,
Flughäfen atmen in D-Dur,
Zugbremsen singen den Schmerz
von rostigen Metallen im Mollakkord.
Ich find Schönheit im Rauschen,
nicht im reinen Ton –
das Perfekte lügt zu glatt,
das Wahre kratzt am Ohr.
Ich misch Wahrheit mit Fehlern,
lass Maschinen melancholisch klingen,
weil jedes Echo mehr erzählt
als das Original, das es spiegelt.
Und wenn die Harmonie sich weigert,
folgt der Sinn dem Chaos –
der Bruch ist mein Takt,
der Sprung mein Maß.
(Bridge I – gesprochen, reduziert)
Zerbrich die Symmetrie,
damit das Herz wieder hört.
Perfektion ist nur die Pause,
bevor das Leben verstummt.
Zwischen den Takten liegt Wahrheit,
nicht im Beat, sondern im Atem davor.
(Teil III – weiterentwickelnd, fast hymnisch)
Schöne Töne,
sind Scherben von Zeit,
die kurz im Licht aufblitzen,
bevor sie verglühn.
Ich sammel sie nicht,
ich lass sie fallen,
weil Schönheit vergeht,
wenn man sie behalten will.
Jede Note, die zu lang bleibt,
wird zum Käfig aus Klang.
Also lass sie gehn –
lass sie gehn.
(Bridge II – intensiver, fast sakral)
Hör hin,
da, wo nichts mehr klingt,
da beginnt Musik.
Im Riss, im Atem, im Ausklang.
Im Vergessen liegt der Ursprung,
und wer ihn festhalten will,
zerbricht ihn mit den Fingern.
(Outro – ruhig, gesprochen)
Ein Ton,
der nicht schön sein will,
bleibt.
Weil er nicht gefallen muss,
um wahr zu sein.
(Refrain – verschoben, unregelmäßig)
Schöne Töne –
sie fliehen, wenn du sie fixierst.
Sie tragen Glanz im Verfall,
und sterben, wenn du sie archivierst.
Sie sind kein Besitz,
nur Besuch.
Ein Flirren, das dich kurz erkennt,
und weiterzieht.
