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⛓⚫⛓ Phantomlinie 71

Dark surreal Austro-Indie-Rock mixed with phonk elements, gloomy Vienna night atmosphere, deep male vocals in Viennese dialect, driving distorted bass, slow heavy phonk-style 808s, eerie reversed synth pads, ghostly tram rattling sound textures, melodic but haunting chorus, cinematic build-ups, shadowy electric guitar lines, atmospheric reverb-drenched ambience, the mood mysterious, urban-occult, witching-hour energy, storytelling about a ghost tram line in Vienna, dramatic and immersive.

Δt·3:59

Lyrics

(Strophe 1)

I steig in d’ Bim, spät in da Nocht,

kaa Mensch mehr da, nur a Flacka-Licht,

d’ Türen gehn zua wie a alter Fluch,

und i hör wia die Schienen sagn: „Kumm mit.“

D’ Stadt liegt stumm unter a Nebeldeckn,

a kalter Hauch streicht ma übers G’sicht,

a Fahrer siech i kan – nur a Silhouett’,

a Schatten, der im Dunkel bricht.

(Pre-Refrain)

Und i merk, wia die Bim auf einmal schneller wird,

wia’s G’ratter dumpf und fremd klingt,

wia Wien si wie a Spiegel verzieht—

wia ob da Asphalt in den Himmel rinnt.

(Refrain)

Phantomlinie 71

fährt dorthin, wo kaner woaß,

durch Straßen, die kane Straßen mehr san,

durch Nebel, der wie Atem blasst.

Phantomlinie 71

nimmt di mit, wennst ned aufpass’

und bringt di in a Wien,

des unter unserm Wien dahinschwoabt.

(Strophe 2)

Am Karlsplatz woarn plötzlich zwoa Monda,

am Gürtel schwebt a Donaukahn,

und a Stimme flüstert hinter mir:

„Heast, jetzt is z’spät – du musst bleib’n bis z’End’ foan.“

Die Fenster zeigen Szenen, die ned stimman,

a stillstehende Zeit, die lacht,

a Praterstern aus flüssigem Metall,

und Sisi geht durchs Dunkel in der Nacht.

(Pre-Refrain)

Und i merk, wia ma langsam schwindlig wird,

wia Luft und Raum si drehn,

wia die 71 durch Dimensionsrisse fährt —

wia ob Träume an der Ampel steh’n.

(Refrain)

Phantomlinie 71

fährt dorthin, wo kaner woaß,

durch Straßen wie zerbrochene Gedanken,

durch Wien im Zwischenraum aus Glas.

Phantomlinie 71

nimmt di mit, wennst ned aufpass’

und bringt di in des Wien,

des nur im Dämmergrau existiert.

(Bridge)

Und vielleicht steig i nie wieda aus,

vielleicht geh i im Nebel z’Haus,

vielleicht bin i längst a Teil von da Spur,

die die Phantomlinie hinter sich zieht — ganz stur.

(Outro)

D’ Bim bleibt steh’n—kaa Station, kane Zeit,

nur a bleiches Licht von irgendwo weit.

I steig aus und spür: I bin fei z’haus

in ana Stadt, die’s nur für die Verirrten gibt —

und für die, die ned aufpass’n.

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