Lied vom Apfelschimmel an der Flut

Lyrics
(1. Strophe)
Am grünen Rain, wo leise weht
Der Morgenwind durchs klare Tal,
Ein edles Ross dort stille steht,
Ein Apfelschimmel, stolz und fahl.
Er lauscht dem Lied der kühlen Flut,
Die silbern an den Steinen ruht.
(Refrain)
O Reitersmann, o Reisefreund,
Wer solch ein Ross zum Weggewinnen,
Dem folgt das Glück, das treu erscheint,
Und Licht wird selbst in dunklen Sinnen.
(2. Strophe)
Die Sonne malt auf seinen Rücken
Ein Netz aus hellem Schattenspiel,
Die Blumen rings ihm hold entzücken,
Als wüssten sie um sein Gefühl.
Er senkt den Hals zur Wies’ hinab
Und trinkt den Tau aus ihrem Grab.
(Refrain)
O Reitersmann, o Reisefreund,
Wer solch ein Ross zum Weggewinnen,
Dem folgt das Glück, das treu erscheint,
Und Licht wird selbst in dunklen Sinnen.
(3. Strophe)
Vom Fluss her klingt ein leises Rufen,
Ein Wispern alter Mär’ und Zeit.
Die Weiden stehn wie stumme Stufen
Ins Land voll Wanderseligkeit.
Und wer des Rosses Blick erfährt,
Fühlt, dass das Schicksal mit ihm fährt.
(Refrain)
O Reitersmann, o Reisefreund,
Wer solch ein Ross zum Weggewinnen,
Dem folgt das Glück, das treu erscheint,
Und Licht wird selbst in dunklen Sinnen.
(Schlussvers)
So zieh dahin, o edles Tier,
Der Morgen glüht in sanftem Brand.
Mög Heil und Segen sein mit dir
Auf jedem Pfad durchs weite Land.
