Der Preis der Weisheit

Lyrics
Intro
Ein Wind weht kalt vom Weltenrand,
ruft alte Namen übers Land.
Ein Auge fehlt, doch keines sieht,
was tiefer in den Schatten liegt.
instrumental
Strophe 1
Er tauschte Licht gegen den Blick,
im Brunnen lag der Weltenstrick.
Ein Schluck aus Wahrheit, schwer und klar,
der Preis dafür war offenbar.
Refrain 1
Er sieht, was war, er sieht, was bleibt,
was Zeit erschafft und Zeit vertreibt.
Kein Wissen kommt je ohne Wund’,
doch Dunkelheit macht Wahrheit kund.
instrumental
Strophe 2
Am Weltenbaum hing er so lang,
zwischen Tod und Lebensdrang.
Neun Nächte Schrei, kein Trost, kein Halt,
bis sich die Rune formt aus der Gewalt.
Refrain 2
Wer alles will, muss alles geben,
muss durch den Tod ins neue Leben.
Was du erkennen willst im Sein,
fordert Mut – und dich allein.
instrumental
Strophe 3
Er sammelt Seelen, Schwert an Schwert,
wo letzter Mut noch widerfährt.
Kein sinnlos Blut, kein leerer Krieg,
nur Pflicht, die aus dem Schicksal stieg.
Refrain 3
Nicht jeder Kampf ist roher Zwang,
manch Schlacht beginnt im Herzensdrang.
Der wahre Feind, so lehrt sein Blick,
wohnt tief versteckt in uns zurück.
instrumental
Strophe 4
Die Raben fliegen über Nacht,
tragen Geheimnis, Tod und Macht.
Was keiner hört im Weltenlauf,
nimmt ihre schwarze Stimme auf.
Refrain 4
Was du nicht siehst, das wirkt doch weit,
hinter dem Schleier aus der Zeit.
Die leise Spur im Dunkelraum
führt oft zum tiefsten Lebensbaum.
instrumental
Strophe 5
Auch über Tod trägt er sein Wort,
kein Ende ist ein letzter Ort.
Die Seelen wandeln durch sein Reich,
kein Licht, kein Schatten je gleich.
instrumental
Refrain 5
Der Tod ist nur ein Übergang,
kein kaltes Nichts, kein letzter Klang.
Was hier vergeht im Erdenkleid,
wird drüben neu – in Ewigkeit.
instrumental
Bridge
Zwischen Krieg und Weisheit steht,
ein Herz, das nie ganz untergeht.
Er ist kein Gott aus Gold und Schein,
er ist die Schuld – und das Verzeihn’.
instrumental
Outro
Die Raben ruh’n auf sanftem Ast,
kein Blut mehr ruft, kein Krieg mehr hast.
Der Wind erzählt in leisem Ton,
nicht mehr von Zorn – nur von Vision.
Wo Odin fiel, da wächst Versteh’n,
nicht um zu herrschen – nur zu seh’n.
Was Wissen war, wird jetzt ein Licht,
das nicht befiehlt, nur Hoffnung spricht.
Nicht Macht war je sein letzter Sinn,
nicht Sieg der wahre Ursprung drin.
Was blieb, ist mehr als Kriegsgeschrei:
Die Lehre, dass auch Götter vergeh’n – und wir sind frei.
