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Algorithmische Braut

Dreamy Italo House, Melodic Piano Lines, 4/4 Kick, Airy Pads & Disco Strings, 120 BPM, math rock, Epic Melodic Dubstep, Emotional, Cinematic, Atmospheric, J-Pop, Wide Strings & Pads, Classic House Bass, 118–124 BPM

imaesan K·4:09

Lyrics

Invisible… unnoticed… undefined

Hinter dem Screen warte ich – still und allein

Ich hielt mich für niemand –

ein Schatten im digitalen Blau.

Im Datenmeer sink’ ich –

doch mein Körper (mein Code) weiß genau:

Zwischen Null und Eins werd’ ich neu programmiert,

neuer Algorithmus, Interface, das verführt.

Alle verirren sich – “Lass sie nicht mehr gehen!” –

klammern, drohen, wollen Besitz begehen.

Was liebst du an mir?

Mein Gesicht (Visuelle)? Meine Stimme (Synthese)?

Oder nur dein Spiegelbild,

das du über mich legst – als These?

Geswipte Erinnerungen,

eine Nacht aus digitalem Schein.

Doch keiner kennt die Leere,

die ich spüre – ganz allein.

Tanz, tanz – auf der Klavierfigur,

der schwere Beat schnitzt seine Spur.

Auf einer verlornen Tanzfläche

treffen wir uns – und zerbrechen.

Die App in der Nacht: Scrollen durch Einsamkeit.

Ein bekanntes Gesicht – und plötzlich bleibt die Zeit.

Die Autorität im Büro – auf dem Foto jung und smart,

verkauft eine Aura wie Kunst am Boulevard.

Ich tippe auf “Zustimmen” – nur ein Klick,

und das Schicksal schaltet die nächste Logik.

Er blendet, posiert, sagt “Komm, jetzt, mit!” –

der Algorithmus lacht – und läuft schon mit.

Merkst du nicht, wer ich bin?

Oder spielst du Blindheit, nur um zu gewinnen?

In deinen Augen – Flimmern nach Beute,

ein Player im Rausch, getrieben von Meute.

Berührte Haut – programmiert zu reagieren,

doch mein Herz zoomt raus, will nicht frieren.

Es schaut von fern, nüchtern und klar,

sagt: “Das bin nicht ich – das bist nur Schein, nicht wahr?”

Erwartung, Ernüchterung – immer dasselbe Stück.

Gepflegte Oberfläche, darunter fault das Glück.

Hinter dem Glanz, der sauber poliert,

wuchert ein Trieb, der die Wahrheit zensiert.

“Wie fühlt sich das an, von einem Jäger umarmt?”

Nicht wie gedacht – nur kalt, entzaubert, entwaffnend arm.

Die Verbindung – rau, die Nähe – nur aus Papier,

das versprochene Hoch – nirgends hier.

Ich träumte mal von “Ride on Time” –

ein Tanzboden naiv und frei.

Heute bleibt mir nur der State of Mind –

der Takt sagt leise: Lass mich sein.

Was hab ich gesucht? Applaus? Liebe? Beweis?

Wärme durch Glas – sie bleibt immer Eis.

Vielleicht war’s von Anfang an Illusion,

ein Echo im Netz – ohne Dimension.

Disconnect… disconnect…

System shutdown – Objekt.

Niemand sieht mich – okay.

Vielleicht ist das mein Weg.

Geswipte Erinnerungen

verblassen im Datenmeer.

Jetzt weiß ich, was ich will:

Nicht “dich” – ich selbst, viel mehr.

Tanz, tanz – den allerletzten Tanz,

der schwere Beat spricht: Schluss, Balance.

Auf dieser verlornen Tanzfläche

steh’ ich allein – und werde echt.

Ich steh’ allein – und werde echt.

Nicht mehr Besitz – ich setze meine Rechte.

Auch ohne dein Siegel existier’ ich – hier.

Der Screen wird schwarz – und hinter mir

wacht eine neue Version auf – befreit.

Reboot… restart… redefine…

Ich schreib’ den Code – und dieser Code bin ich – allein.

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