Familie ist (Christmas Stories)

  • A melancholic yet powerful folk–slow-punk Christmas ballad with an intimate
  • reflective atmosphere and a strong
  • emotional chorus. The song begins softly with finger-picked acoustic guitar
  • subtle piano accents
Familie ist (Christmas Stories)

Lyrics

Strophe 1

Ich seh uns wieder im Flur stehen,

Jacken zu groß, die Träume noch klein,

zwei kleine Schwestern an meinen Seiten,

und ich dachte, ich müsste immer stark sein.

Die eine ging früh, mit Plänen im Kopf,

Architektur, große Stadt, neues Glück,

und ich blieb hier und fühlte mich plötzlich

wie ein Kind, das gibt, aber nichts zurück.

Ich sagte nix, doch ich trug es schwer,

weil große Brüder das selten sagen,

ich hab dich vermisst, auch wenn ich dachte,

du musst jetzt deinen eigenen Weg wagen.

Strophe 2

Die andere immer mit Trotz im Blick,

viel zu stolz und viel zu verletzlich,

ein Dickkopf, das Leben war oft zu hart,

und die Krankheit kam viel zu plötzlich.

Alle hielten die Hände über dich,

weil du immer zwischen den Fronten standst,

und ich hab oft nicht verstanden,

wie viel Mut in deinem Schweigen lag.

Und Mutter und Vater im eigenen Laden,

immer unterwegs, nie wirklich Zeit,

nur Weihnachten war unsere Bühne

für eine kurze, heile Welt, alle bereit.

Refrain (stark)

Und heute weiß ich, was wirklich zählt,

nicht Geld, nicht Ruhm, nicht der schnelle Rausch,

sondern die Liebe, die uns zusammenhält,

wenn draußen alles zerfällt und rauscht.

Wir müssen stehen, egal wie schwer,

zusammen fallen, zusammen weitergeh’n,

Familie ist mehr als nur ein Name,

sie ist das Licht, wenn wir im Dunkeln steh’n.

Strophe 3

Dann kam Sie in mein viel zu lautes Leben,

hat mich gesehen hinter all dem Lärm,

hat mir gezeigt, dass man mehr sein kann

als nur das Kind, in den Kneipen, von fern.

Du hast mich rausgeholt aus der Nacht,

mir Verantwortung beigebracht,

nicht nur feiern, nicht nur saufen,

sondern bleiben, wenn es kracht.

Und dann ging Vater viel zu früh,

plötzlich lag alles auf unseren Schultern,

ein Betrieb, so viele Menschen,

und ich lernte, wie schnell Jahre stürzen.

Refrain (wieder, größer)

Und heute weiß ich, was wirklich zählt,

nicht Geld, nicht Ruhm, nicht der schnelle Rausch,

sondern die Liebe, die uns zusammenhält,

wenn draußen alles zerfällt und rauscht.

Wir müssen stehen, egal wie schwer,

zusammen fallen, zusammen weitergeh’n,

Familie ist mehr als nur ein Name,

sie ist das Licht, wenn wir im Dunkeln steh’n.

Bridge (ruhig, nachdenklich)

Die Mutter jetzt in fremden Wänden,

die alte Wohnung fühlt sich anders an,

die eine Schwester wieder zurückgekehrt,

die andere kämpft sich Stück für Stück heran.

Fünfzehn Jahre ohne Vater jetzt,

ohne Betrieb, ohne alten Klang,

nur Erinnerungen an Stimmen,

die noch immer durch mein Herz geh’n.

Letzter Refrain (emotionaler Höhepunkt)

Und heute weiß ich, was wirklich zählt,

wenn alles andere leiser wird,

die Liebe zu dir, die Liebe zu uns,

die bleibt, egal was morgen passiert.

Wir müssen halten, auch wenn es brennt,

wenn das Leben uns prüft und zerreißt,

denn Familie heißt, nicht wegzulaufen,

sondern zu bleiben – egal wie der Weg auch heißt.

Outro

Ich schau aus dem Fenster, es schneit ganz sacht,

die Lichter flackern wie früher im Haus,

und irgendwo zwischen Schuld und Dankbarkeit

find ich heute meinen Frieden daraus:

Nicht alles war leicht, nicht alles war fair,

nicht alles ging so, wie wir’s uns erträumt,

doch ich hab euch – und das genügt mir,

auch wenn die Vergangenheit leise bleibt.