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Das Haus

dark scary vocals, synth, electronic, pop rock, melancholic, experimental, creepy female child choir, catchy, groovy, swing-rock-pop, disco

Dorn·4:31

Lyrics

Strophe 1

Am Ende der Straße, vom Nebel verschluckt,

steht ein Bau, der die Jahre in den Staub niederdrückt.

Sein Dach hängt herab wie ein müder Verstand,

jede Wand ist getränkt von Verlust wie vom Brand.

Der Wind streicht hindurch wie ein winselndes Tier

und flüstert von Dingen, die bleiben bei dir.

Strophe 2

Die Tür gibt nicht nach, sie erlaubt nur den Schritt,

als prüfe sie still, ob dein Wille noch gilt.

Der Flur ist zu eng für ein aufrechtes Gehen,

hier lernt man sehr schnell, sich selbst zu verdrehen.

Die Stille liegt schwer wie ein vergessener Schwur

und folgt dir beharrlich von Raum zu Raum nur.

Refrain

Dieses Haus nimmt dir Namen und Zeit,

macht aus Hoffnung nur bleiernes Leid.

Wer hier bleibt, bleibt niemals frei,

denn die Mauern vergessen keinen einzigen Schrei.

Jeder Traum wird hier langsam zur Asche verbrannt,

bis nur Leere die Qualen als Ausgang benannt.

Strophe 3

Im oberen Stockwerk verlischt jedes Licht,

es flieht vor dem Flüstern, das niemand ausspricht.

Die Wände rücken näher, sie machen dich klein,

der Raum zieht dich langsam in sich hinein.

Kein Laut findet Ausgang, kein Flehen, kein Schrei,

nur Zeit, die dir sagt, dass es vorbei ist mit frei.

Strophe 4

An den Wänden Gesichter, vom Staub maskiert,

zu wach, um zu schlafen, zu tot, unberührt.

Ihre Münder sind offen, doch stumm ist ihr Laut,

als hätte das Schweigen nur die Tränen erlaubt.

Die Augen verfolgen dich Schritt für Schritt,

sie wissen genau, was als Nächstes geschieht.

Refrain

Dieses Haus nimmt dir Namen und Zeit,

macht aus Hoffnung nur bleiernes Leid.

Was du fühlst, wird hier leise bewahrt,

jede Angst sorgfältig aufbewahrt.

Jeder Schritt bleibt im Boden verhaftet,

jede Handlung geduldig beachtet

Jeder Traum wird hier langsam zur Asche verbrannt,

bis nur Leere die Qualen als Ausgang benannt.

Bridge

Du dachtest, das Haus sei der Ursprung der Qual,

doch es hörte nur zu, in seiner Bosheit genial.

Was hier nun erwacht, war schon lange einmal

in dir eingeschlossen, verdrängt und fatal.

Es fragt nicht nach Schuld und nicht nach Moral,

es nimmt, was du bargst, kalt, radikal.

Kein Bann wurde gesprochen, kein Zeichen, kein Mal,

du hast es geöffnet. Endgültig. Final.

Schlußstrophe

Du bist jetzt das Haus, ein Ort aus Fleisch und aus Stein,

du lässt sie kommen, ganz von allein.

Du bleibst und lernst geduldig zu sein,

denn schon bald nach dir tritt der Nächste hinein.

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